Geschäftsführer
FORMARE GmbH
Viele Menschen tragen den Wunsch nach einem Holzboden auf der Terrasse schon länger mit sich herum. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Sie haben Bilder gesehen, tolle Beispiele entdeckt oder eine Terrasse bei Freunden erlebt. Gleichzeitig fragen Sie sich, ob ein Terrassen-Holzboden wirklich die richtige Wahl für Ihren Aussenbereich ist.
Genau diese Mischung aus Begeisterung und Unsicherheit begegnet uns bei der FORMARE immer wieder. Und die Erfahrung zeigt: Wer früh versteht, wie Holz im Aussenbereich funktioniert, trifft später eine deutlich bessere Entscheidung und bleibt damit langfristig zufrieden.
In diesem Leitfaden möchten wir Ihnen deshalb alles mitgeben, was aus unserer Sicht wichtig ist. Ohne Beschönigung und ohne Verkaufsdruck. Dafür mit dem Wissen, aus über zwanzig Jahren Erfahrung im Bau von Holzterrassen.
Bevor man über Holzarten oder Kosten spricht, lohnt sich ein Blick auf das Grundprinzip. Ein Terrassen Holzboden besteht aus zwei Komponenten:
• Die sichtbaren Dielen
• Die Unterkonstruktion, die das gesamte System trägt.
Viele Menschen konzentrieren sich vor allem auf die Oberfläche. Verständlich, denn genau diese ist sichtbar. Doch die wirkliche Qualität einer Terrasse hängt eben genauso von der Unterkonstruktion ab. Wir erleben immer wieder Fälle, in denen Terrassen bereits nach wenigen Jahren Probleme zeigen, weil der Unterkonstruktion zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Beispielsweise weil die Unterkonstruktion Staunässe verursacht oder Vorgaben bezüglich dem Verlegegefälle nicht eingehalten wurden.

Bild: Was man auf den ersten Blick sieht, ist lediglich die Oberfläche der Dielen. Darunter versteckt sich eine Unterkonstruktion.
Das Gemeine dabei: Man erkennt die Qualität der Unterkonstruktion nicht am fertigen Boden. Sie zeigt sich leider oft erst dann, wenn bereits (verfrüht) Schäden entstanden sind.
Wenn Sie also über einen Terrassen Holzboden nachdenken, ist die Frage nach der richtigen Holzart wichtig. Aber die Frage nach einer fachgerechten Unterkonstruktion ist mindestens genauso entscheidend. Sie bestimmt mit, wie lange der Boden hält und ob er gleichmässig altert.
Vielleicht fragen Sie sich jetzt, ob ein Terrassen Holzboden wirklich das Richtige ist?
Auf der einen Seite begeistert Holz durch seine natürliche Optik. Auf der anderen Seite gibt es ein paar Tücken, z. B. die erwähnte Unterkonstruktion. Zudem hört man immer wieder von Pflegeaufwand oder Vergrauung. All diese Themen werden wir noch beleuchten.
Doch schauen wir uns zunächst die Vorteile an, bevor wir zu den Herausforderungen kommen. Denn beides gehört zusammen und ermöglicht letztlich eine realistische Einschätzung.
Viele Kunden berichten uns im ersten Gespräch, dass sie sich eine Terrasse wünschen, die warm wirkt, nicht künstlich aussieht und sich im Sommer angenehm anfühlt. Ein Holzboden auf der Terrasse bietet in der Regel genau das, bringt aber noch weitere Vorteile mit sich.
Der erste Vorteil liegt auf der Hand. Holz erzeugt eine Atmosphäre, die kaum ein anderes Material nachahmen kann. Eine Terrasse mit einem echten Holzboden wirkt lebendig, warm und einladend. Die Maserung, die Struktur sowie das Gefühl unter den Füssen schaffen eine Qualität, die Alternativprodukte nicht erreichen.
Zwar haben wir bereits erwähnt, dass die Lebensdauer von einem Terrassen Holzboden auch von der Unterkonstruktion abhängt. Fakt ist jedoch: Richtig konstruiert und mit der richtigen Holzart sind Holzterrassen sehr langlebig. Langlebiger als viele Leute denken.
Sie fragen sich jetzt sicher, wie lange ein Terrassen Holzboden konkret hält. Die Antwort hängt stark von der Holzart ab. Angenommen, die Unterkonstruktion ist solide gebaut, hält eine Ipé Holzterrasse lange (bis zu 25 Jahren). Auch Sipo zählt zu den dauerhaftesten Hölzern für einen Terrassenboden. Die Lebensdauer beträgt hier bis zu 20 Jahren. Allerdings sind beide Hölzer tropischer Herkunft. Gerade aus ökologischen Gründen verwenden wir diese Hölzer heute deshalb nur noch selten.
Sehr beliebt sind mittlerweile modifizierte Holzprodukte aus nachhaltigem Anbau. Diese verbinden die Vorteile von langlebigem Massivholz wie Sipo mit weiteren positiven Eigenschaften, die «normale» Holzarten nicht bieten. Das sehr beliebte Accoya ist beispielsweise nicht nur extrem dauerhaft, sondern auch masshaltend und splitterfrei. «Extrem dauerhaft» bedeutet im Falle von Accoya eine Garantie von 50 Jahren Haltbarkeit für verbautes Holz ohne Erdkontakt.
Ein weiterer Vorteil von einem Terrassenboden aus Holz kommt insbesondere im Sommer zum Tragen. Holz wird in der Sonne weniger heiss als beispielsweise Stein oder Beton. Viele Kunden schätzen es, dass sich ein Terrassen Holzboden barfuss richtig angenehm anfühlt. Dieser Vorteil ist umso wichtiger, falls Sie ein Schwimmbad auf Ihrer Terrasse integrieren möchten. Denn wer verbrennt sich beim Ein- oder Ausstieg schon gerne die Füsse?

Bild: Dieser Terrassen Holzboden lässt sich auch bei heissen Temperaturen barfuss begehen.
Das Thema Nachhaltigkeit haben wir bereits etwas beleuchtet. Ein Terrassenboden aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz kann eine sehr nachhaltige Wahl sein, wenn es aus verantwortungsvollen Quellen stammt oder als modifiziertes Holzprodukt aus schnell nachwachsenden Hölzern hergestellt wird.
Ein Terrassen Holzboden lässt sich zudem relativ einfach warten. Der Boden kann bei Beschädigungen geschliffen werden, einzelne Dielen können notfalls auch ausgetauscht werden. Und Oberflächen lassen sich auffrischen. Diese Flexibilität unterscheidet Holz von vielen anderen Materialien.
Viele Vorteile von Holz überzeugen sofort. Doch wer sich nur auf die schönen Aspekte konzentriert, hat später oft falsche Erwartungen.
Damit Sie lange Freude an Ihrem Terrassen Holzboden haben, ist es wichtig, auch die Herausforderungen zu kennen. Einige davon haben wir bereits thematisiert. Nachfolgend wollen wir im Detail auf weitere Aspekte eingehen.
Ein Terrassen Holzboden ist einerseits ein Naturprodukt und andererseits kein pflegefreies Produkt. Das möchten wir offen ansprechen. Viele Enttäuschungen entstehen dadurch, dass Kunden diese Punkte erst im Nachhinein realisieren oder darauf aufmerksam werden.
Holz ist ein Naturprodukt und reagiert auf Feuchtigkeit. Konkret nimmt Holz bei Regen, Schnee oder Nebel die Feuchtigkeit der Umgebung zu einem gewissen Teil auf. Dabei quillt es. Folgt eine trockene Wetterperiode, trocknet das Holz ab und schwindet wieder.
Obschon ein einzelner Zyklus von Schwinden und Quellen von blossem Auge nicht erkennbar ist, kann dieser Prozess auf Dauer dem Holz zusetzen. Dabei kann es zu Verwerfungen oder Verformungsschäden kommen. In der Praxis kann das konkret bedeuten, dass Dielen plötzlich Risse aufweisen, Splitter bilden oder sich verziehen, bzw. leicht krumm werden. Das ist kein Fehler des Holzes, sondern eine materialtypische Eigenschaft.
Gut zu wissen: Wie viel Holz schwindet oder quillt, ist je nach Holzart verschieden.
Erfahrene Terrassenbauer werden Ihnen deshalb ein Holz empfehlen, welches nicht nur langlebig ist, sondern auch nur geringe Schwundmasse aufweist.
Zudem hängt das Schwundverhalten auch mit dem Holzzuschnitt zusammen. Je nachdem wie die Jahrringe des Baumes innerhalb der geschnittenen Bretter verlaufen, wird das Schwinden und Quellen begünstigt oder eben eingedämmt. Da das Schwinden und Quellen direkt mit der Feuchtigkeit des Holzes zusammenhängt, gibt es zudem auch einen direkten Zusammenhang mit der Unterkonstruktion. Ein geeignetes Konstruktionsmaterial, optimale Spaltmasse, ausreichendes Gefälle, ausbleibende Staunässe sowie eine gute Hinterlüftung schaffen die beste Voraussetzung, um unnötige Feuchtigkeit und somit das Quellen und Schwinden bestmöglich einzudämmen.
Holz braucht regelmässig etwas Pflege. Vor allem, wenn die Oberfläche des Terrassenbodens behandelt ist und ihre ursprüngliche Farbe behalten soll.
Wer ein natürliches Vergrauen mag, hat es leichter. Doch selbst dann braucht der Boden eine gelegentliche Reinigung, um beispielsweise den Grünbelag auf besonders schattigen Bereichen der Holzterrasse zu beseitigen.
Gut zu wissen: Wer jetzt denkt, andere Balkon Bodenbeläge seien komplett wartungsfrei, der irrt. Viele Eigentümer pflegen beispielsweise auch ihre Sandsteinplatten oder WPC-Dielen zyklisch. Dazu kommt, dass der Pflegeaufwand je nach Holzprodukt ebenfalls variiert.

Bild: Wer möchte, dass die Oberfläche der Terrasse so dunkelbraun bleibt, darf diese regelmässig behandeln.
UV-Licht und die Witterung generell verändern die Farbe von Holz. Diese Vergrauung ist ein natürlicher Prozess. Für Eigentümer ist wichtig zu wissen, wie die gewählte Holzart altert. Zudem gilt es zu beachten, dass der Alterungsprozess gerade bei teilüberdachten oder teilbeschatteten Holzterrassen unregelmässig verläuft.
Wer eine unregelmässige Vergrauung verhindern möchte, sollte das Holz behandeln oder auf ein vorvergrautes Holzprodukt setzen. Das innovative Accoya Color Grey kommt beispielsweise direkt ab Werk in grauer Farbe. Diesen Farbton behält das Holz über seine Lebensdauer hinweg bei – ganz ohne nachbehandeln. Kein Wunder ist das Produkt in der Schweiz äusserst beliebt.
Tropenhölzer wie beispielsweise Sipo oder Ipé bieten hervorragende technische Eigenschaften, sind aber wie bereits erwähnt, ökologisch umstritten, da ihre Verwendung nicht selten mit Entwaldung und Schädigung tropischer Ökosysteme im Zusammenhang steht. Aus diesem Grund arbeiten wir heute nur noch in Ausnahmefällen und auf expliziten Kundenwunsch damit. Stattdessen bevorzugen wir nachhaltige und noch langlebigere Alternativen wie beispielsweise Accoya.
Nachdem wir die Herausforderungen angesprochen haben, ist es sinnvoll, über Kosten und Alternativen zu sprechen. Viele Kunden finden erst durch diese Abwägung heraus, welche Lösung wirklich zu ihnen passt.
Die Kosten eines Terrassen Holzbodens hängen stark davon ab, welche Holzart Sie wählen, wie komplex die Fläche und wie aufwendig die Unterkonstruktion ist. Zudem spielt auch die Zugänglichkeit des Projekts eine Rolle. Soll ein Holzboden auf der Dachterrasse entstehen, ist nicht selten ein Kran für die Montage notwendig.
Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Kosten für die unterschiedlichen Holzarten stark variieren. Eher kostengünstig sind Terrassenhölzer wie heimische Lärche oder Douglasie. Diese weisen jedoch im Verhältnis zu teureren Hölzern oftmals eine geringere Lebensdauer auf und neigen stärker zu Verwerfungen oder zur Splitterbildung.
Etwas teurer als Lärchenholz oder Douglasie sind Edelhölzer wie beispielsweise die bereits angesprochenen Sipo oder Ipé. Auch das bereits einmal erwähnte Accoya Holz ist teurer als beispielsweise Lärche. Dafür überzeugen diese Hölzer mit einer wesentlich längeren Lebensdauer und im Falle von Accoya auch von einem exzellenten Schwindverhalten, weshalb auch auf Dauer kaum Risse oder Splitter entstehen.

Bild: Dieser Terrassenboden aus Accoya wird auch nach Jahrzehnten seine Form beibehalten.
Die zahlreichen positiven Eigenschaften, welche ein Premium Holzboden aufweisen, relativieren den Preis stark. In der Praxis melden uns Kunden zurück, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis unserer Accoya Holzterrassen beispielsweise sehr gut sei. Und dies, obschon die Terrassenböden eben auf den ersten Blick teurer sind, als andere Produkte.
Welches System und welcher Terrassenbelag letztlich am besten zu den eigenen Bedürfnissen passen, darf jeder Kunde natürlich selbst entscheiden. Unsere Erfahrung nach 20-jähriger Tätigkeit im Umfeld von Holzterrassen zeigt aber klar:
«You get what you pay for!»
Vielleicht überlegen Sie sich, ob ein klassischer Holzboden aus Lärche, Douglasie oder Sipo auf Ihrer Terrasse wirklich die beste Wahl ist oder ob Alternativen wie modifizierte Holzprodukte, WPC, Mineralfasern oder Stein eben doch passender sind. Ein Vergleich der verschiedenen Alternativen kann hier Klarheit schaffen.
Zu den modifizierten Holzprodukten gehört beispielsweise das bereits mehrfach angesprochene Accoya. Für die Herstellung wird Kiefernholz verwendet, welches mit Hilfe von Essigsäureanhydrid behandelt wird. Dadurch wird das Holz äusserst langlebig und formstabil, was dazu führt, dass es auch auf Dauer (nahezu) keine Splitter mehr bildet. Trotzdem fühlt es sich natürlich an und bleibt wärmedämmend.
WPC ist eine Abkürzung von Wood-Plastic-Composite, also ein Holz-Plastik-Verbundstoff. Dieser ist zweifellos etwas pflegeleichter als Holz. Zudem behalten die WPC-Dielen in der Regel ihre Farbe. Die Qualität und somit auch die Langlebigkeit von WPC muss nicht zwingend besser sein als bei Holz. Sie hängt stark vom Produkt und dem entsprechenden Hersteller ab. Deshalb ist es schwer, hier eine pauschale Aussage zu machen. Ein Holzboden auf der Terrasse wirkt dafür deutlich echter und natürlicher.
Millboard ist ein holzfreier Terrassenbelag mit einem Mineralfaser-Kern und einer Polyurethan-Bindung. Der Boden ist äusserst langlebig und robust. Er sieht zudem täuschend echt wie Holz aus. Deshalb ist Millboard für uns die beste Alternative zu einem Terrassenboden aus echtem Holz oder modifiziertem Holz wie Accoya.
Stein ist sehr robust, wird jedoch schnell heiss und kann bei Nässe oder Eis rutschig werden. Zudem wirkt die Optik eher kühl. Holz bleibt angenehm und warm, nicht nur hinsichtlich der Temperatur, sondern auch optisch.

Bild: Eine Terrasse schafft einfach ein natürliches, wärmeres Ambiente. Selbst in der Dämmerung oder bei Nacht.
Schauen wir uns kurz vor Schluss noch an, welches nun die besten Hölzer für einen Terrassen Holzboden sind.
Nachfolgend sind einige Hölzer oder Produkte, die sich aus unserer Erfahrung auf den Terrassen der Schweiz besonders bewährt haben. Um den Umfang dieses Artikels nicht zu sprengen, gehen wir hier nicht mehr im Detail auf die einzelnen Holzarten ein. Detaillierte Infos gibt sind aber in unserem Blog zu finden.
• Accoya
• Ipé
• Sipo
• Lärche
• Accoya
• Sipo
Nachdem wir uns 20 Jahre mit Terrassen Holzböden auseinandergesetzt haben und über 300 Projekte realisiert haben, können wir Ihnen mit gutem Gewissen sagen:
Ein Terrassenboden aus echtem Holz ist eine hervorragende Wahl, wenn Sie die natürliche Ausstrahlung von Holz schätzen und bereit sind, dessen natürlichen Eigenschaften zu respektieren.
Entscheidend sind zudem nicht nur die sichtbaren Dielen, sondern vor allem die Kombination aus der richtigen Holzart, einer professionell ausgeführten Unterkonstruktion und einer regelmässigen, je nach Produkt jedoch sehr überschaubaren Pflege. Anspruchsvolle Kunden wählen erfahrungsgemäss genau deshalb oftmals Accoya und stellen somit sicher, dass Langlebigkeit und ein splitterfreies Terrassenerlebnis quasi garantiert sind.

Bild: Sieht aus wie echt, ist jedoch kein echtes Holz. Ein Millboard Terrassenboden.
Alternativ setzen Eigentümer gerne auch auf die Holzalternative Millboard.
Wenn Sie Fragen zu Ihrem eigenen Terrassenprojekt haben oder Unterstützung bei der Auswahl des passenden Holzes wünschen, beraten wir Sie gerne persönlich.
Dank den Hunderten von umgesetzten Projekten können wir mit Sicherheit auch Ihnen helfen, eine Lösung zu finden, die zu Ihren ästhetischen Vorstellungen, Ihrem Budget und den baulichen Gegebenheiten passend ist.
Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf und schildern Sie Ihr Vorhaben. Wir begleiten Sie mit Freude von der ersten Idee bis zur fertigen Terrasse, die Ihnen mit Sicherheit für lange Zeit Freude bereiten wird. Hier gehts zum Kontakt.

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