Die grössten Accoya Holz Nachteile

Beabsichtigen Sie ein Bauvorhaben mit Accoya Holz zu realisieren? Haben Sie bisher ausschliesslich Positives über das «Holz der Zukunft» gehört und sind deshalb kritisch geworden? Sie fragen sich, welches die grössten Accoya Holz Nachteile sind? Verständlich, denn das ging uns genauso, als wir uns vor einigen Jahren zum ersten Mal von Accoya hörten. Heute wissen wir aus unseren eigenen Erfahrungen mehr über das Holz. Viele Vorteile von Accoya haben sich bewahrheitet. Aber wir müssen zugestehen, dass Accoya, in Abhängigkeit mit welchem Produkt man es vergleicht, auch Nachteile mit sich bringt. Entsprechend möchten wir Transparenz schaffen. Wir haben im nachfolgenden Blog-Beitrag die Nachteile von Accoya Holz entsprechend zusammengefasst.

Accoya Terrasse: Accoya Holz Nachteile / Vorteile


Kein natürliches Vorkommen – einer der grundlegenden Accoya Holz Nachteile.

Grundsätzlich muss man wissen, dass Accoya keine Holzart ist, sondern ein modifiziertes Holzprodukt. Das Ursprungsmaterial dafür ist die Radiata-Kiefer, welche mitunter in neuseeländischen Wäldern wächst. Die Kiefer wird nach dem Holzschlag mit Essigsäure accetyliert. Mehr dazu findest du in diesem Beitrag.

Durch den Vorgang des Accetylierens wird das Holz so modifiziert, dass seine Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit deutlich gesteigert wird. Trotzdem, dass bei diesem Prozess nur Stoffe verwendet werden, die auch in der Natur vorkommen, muss folgendes festgehalten werden: Es gibt in der Natur kein natürliches Vorkommen von Accoya. Für die Herstellung ist ein zusätzlicher Prozess notwendig. Dadurch, dass jedoch zur Herstellung von Accoya die schnell nachwachsende Radiata-Kiefer verwendet wird, relativiert sich dieser Nachteil. Ausserdem setzt Accsys, der Hersteller von Accoya alles daran, das Holz-Produkt so ökologisch wie möglich herzustellen. Dass dieses Engagement Früchte trägt, bestätigen nicht nur die zahlreichen Umweltzeichen und Zertifierungen für Accoya, wie beispielsweise das äusserst angesehene Cradle to Cradle Zertifikat. Auch bleibt Accoya über den gesamten Lebenszyklus CO2-negativ. 

Wer trotzdem ein Holz natürlicher Vorkommnis bevorzugen möchte, sollte sich unbedingt auch deren Konsequent bewusst sein. Denn die Verwendung von natürlich wachsenden Tropenhölzern, die ähnliche Eigenschaften wie Accoya aufweisen, bringt aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit und der teilweise unkontrollierten Abholzung andere, aber aus Sicht der Nachhaltigkeit oftmals grössere Probleme mit sich. Eine echte Alternative können ausreichend verfügbare Hölzer regionaler Herkunft sein. Im Terrassen-Bereich müssen aber auf die Dauer Abstriche in Sachen Masshaltigkeit, Splitter, etc. in Kauf genommen werden.


Der Duft – bei Möbeln hätte man wohl die Nase voll von Accoya

Wie wir im ersten Abschnitt bereits gelernt haben, wird Accoya bei der Herstellung accetyliert. Durch die Modifizierung wird das Holz mit Essigsäure angereichert. Ja, und vielleicht ahnen Sie es schon: Diese Essigsäure kann man riechen. Zwar ist der Duft nicht sehr intensiv, sodass dies Kunden kaum merken dürften. Ausserdem «verduften» die Terrassendielen mit der Zeit allmählich. Wer sich jedoch eine Terrasse wünscht, die richtiggehend nach Holz duftet, der dürfte mit anderen Hölzern besser bedient sein. Beispielsweise könnte man die Red Zedar wählen. Dieses Holz duftet hervorragend. Insbesondere wenn es nass ist, entfaltet es seine volle Intensität. Kein Wunder also benutzen gar einige Star-Köche auf der ganzen Welt Zedar-Holz, um Lebensmittel wie Fisch oder Brot auf einem wohlriechenden Zedar-Brett zu backen oder grillieren. Doch zurück zu Accoya.


Accoya und Metall – das kann gefährlich werden

Die Essigsäure sorgt nicht nur dafür, dass das Accoya-Holzprodukt nicht unbedingt wohl riecht. Sie kann für Metallkonstruktionen auch gefährlich werden. Denn Metallkonstruktionen, die mit Accoya verbunden sind, können durch die Säure angegriffen werden. Dieses Korrosionsverhalten gilt es beim Terrassenbau insbesondere für Schrauben und am Holz direkt anliegende Unterkonstruktionen, beispielsweise für Poolabdeckungen oder Treppen zu beachten. Von dieser Gefahr wussten auch die Konstrukteure der Heavy Traffic Bridge in den Niederlanden. Bei dieser gewaltigen, befahrbaren Holzbrücke aus Accoya wurde Epoxidharx zum Schutz der Gewindestangen verwendet. Diese Stangen wurden ins Holz eingeklebt und dienen der Querzugbewehrung. Auch die aussen an der Brücke angebrachten Stahlteile sind dank Feuerverzinkung korrosionsresistent. Zusätzlich wurden sie mit einem Korrosions-Schutzanstrich versehen. Mit dem richtigen Knowhow hat man die Gefahr von Korrision bei Accoya also gut im Griff.

Quelle: Accoya | Accoya Sneek Bridge Netherlands

Bild-Quelle: Accoya

Der Preis von Accoya

«Accoya ist teuer!», das hören wir immer wieder. Dieser vermeintliche Nachteil kann man aber nicht pauschal stehen lassen. Es kommt unserer Meinung nach immer darauf an, mit welchem Holz man vergleicht. Natürlich ist Accoya teurer als das unmodfizierte Kiefernholz, aus welchem es entsteht. Doch dieses würde sich ohnehin nicht für langlebige Terrassen eignen. Wird ein einheimisches Terrassen-Holz als Referenz betrachtet, so sind Terrassendielen aus Accoya einige Prozent teurer als beispielsweise die heimische Lärche. Diese hingegen bietet jedoch auch bei weitem nicht die gleiche Haltbarkeit und zieht grosse Nachteile wie Risse oder Harzaustritt mit sich. Splitter und stetiges Quellen und Schwinden sorgen dafür, dass die Terrassen nach einigen Jahren wesentlich grössere Alterserscheinungen zeigen als Accoya. Vergleicht man Accoya mit tropischen Hölzern, die langfristig ähnliche Eigenschaften zeigen und entsprechend eine gleich gute Dauerhaftigkeitsklasse aufweisen, so relativiert sich der Preis. Hier liegt das Preisniveau von Accoya nämlich auf Augenhöhe mit anderen Holz-Alternativen.


Die Behandlung von Accoya ist nicht ohne!

Die Behandlung von Accoya-Produkten ist nicht zu unterschätzen. Im Gegensatz zu Hölzern wie Zedar oder Douglasie ist die Behandlung von Accoya wesentlich anspruchsvoller. Nicht richtig angewendet, droht eine schlechte Haftung der Behandlung auf der Holzoberfläche. Dank langjähriger Erfahrung können wir unseren Kunden bewährte Behandlungslösungen und Produkte anbieten, die halten, was sie versprechen.


Fazit

Das oft gelobte Accoya-Holzprodukt zeigt bei genauerem Betrachten tatsächlich auch Schwächen. Diese haben Holz-Experten dank Knowhow und Erfahrung jedoch gut im Griff, sodass Accoya zweifelsfrei empfohlen werden kann, beispielsweise für langfristig schöne Terrassen aus Holz.

Accoya kann zweifelsfrei empfohlen werden!

Wenn Sie Fragen zu den Nachteilen von Accoya haben oder Bemerkungen zu eigenen Erfahrungen mit Holz-Terrasse haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir beraten Sie gerne, dass bei Ihrer Terrasse insbesondere die Vorteile der gewählten Holzart zum Tragen kommen. Denn Qualität macht länger Freude.

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