Geschäftsführer
FORMARE GmbH
Viele Menschen spüren intuitiv, dass eine Holzterrasse etwas Besonderes ausstrahlt. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Man betritt eine Terrasse mit einem Holzboden und merkt sofort: Das fühlt sich anders an als Stein, Keramik oder Beton. Doch was genau macht diesen Unterschied aus? Warum entscheiden sich so viele Eigentümer gerade für Holz, obwohl es Alternativen gibt, die teilweise etwas weniger Pflege brauchen?
Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, dass die Vorteile eines Terrassen Holzbodens oft unterschätzt werden. Einige sind offensichtlich, andere zeigen sich erst, wenn die Terrasse tatsächlich genutzt wird.
Genau darüber möchten wir in diesem Beitrag sprechen. Klar, nachvollziehbar und aus der Sicht eines Unternehmens, das seit über zwanzig Jahren (fast) nichts anderes macht, als Terrassen zu bauen.
Wenn Menschen von einer Holzterrasse sprechen, fällt oft als eines der ersten Worte: «Atmosphäre».
Holz schafft eine Stimmung, die kaum ein anderes Material erzeugt. Es wirkt warm, wohnlich, natürlich und fügt sich harmonisch in den Aussenbereich ein. Man könnte auch sagen: Eine Terrasse mit Holzboden fühlt sich automatisch lebendiger und weniger kühl als Stein oder Beton an.
Die Maserung, die leichte Struktur, der warme Ton und das weiche Licht auf einer Holzoberfläche tragen dabei viel zur Raumwirkung bei. Dafür muss man nicht mal auf der Terrasse stehen. Manchmal reicht ein Blick aus dem Wohnraum nach draussen, um zu spüren, wie der Aussenbereich dank dem Terrassenboden aus Holz zu einem Teil der Wohnung wurde und quasi den Wohnraum erweitert.

Ein Holzboden auf der Terrasse erweitert den Wohnraum.
Holz wirkt zudem nie steril. Es ist ein Naturprodukt, welches lebt und sich mit der Zeit leicht verändert. Es gibt Kunden, denen gefällt der Terrassenboden von Jahr zu Jahr noch besser, weil er durch den Alterungsprozess mehr und mehr an Charakter gewinnt. Diesen Umstand werden wir später noch ausführlich behandeln.
Ein Vorteil, den man auf Bildern nicht erkennen kann, aber im Alltag ständig spürt: Holz fühlt sich barfuss unglaublich angenehm an. Vor allem im Sommer. Holz wird weniger heiss als Stein und bleibt auch in der prallen Sonne begehbar.
Dieser Aspekt ist besonders wichtig, wenn Kinder barfuss auf der Holzterrasse spielen oder ein Pool im Garten integriert ist. Denn niemand möchte über heisse Platten rennen müssen, nur um ohne Verbrennungen den Pool zu erreichen.

Diese Holzumrandung rund um den Pool bleibt auch im Sommer angenehm begehbar.
Ein Terrassen Holzboden wirkt zudem weicher, griffiger und angenehmer unter den Füssen. Diesen Vorteil muss man erlebt haben, um ihn wirklich zu verstehen.
Vielleicht haben Sie bereits unterschiedliche Aussagen zur Lebensdauer von Holzterrassen gehört. Und ja, es gibt in der Praxis tatsächlich Terrassenböden, die nach rund zehn Jahren ersetzt werden müssen. Dieser Umstand bedeutet jedoch nicht, dass dies für alle Terrassenböden aus Holz gilt.
Die Wahrheit ist: Ein Terrassen Holzboden kann sehr langlebig sein, wenn die richtigen Materialien und eine hochwertige Unterkonstruktion zusammenkommen.
Dazu können wir einige Beispiele aus der Praxis nennen:
Die oben genannten drei Beispiele zeigen klar: Es geht also nicht nur um die Frage nach «Holz vs. Alternative», sondern auch um die Wahl des richtigen Holzproduktes. Denn wird die richtige Holzart gewählt, kann Holz nicht nur eine warme Atmosphäre verbreiten, sondern ist auch äusserst angenehm zu begehen und richtig langlebig.

Bild: Die gezeigte Holzterrasse in Accoya Color Grey ist äusserst langlebig.
Gleichzeitig dürfen wir bei der ganzen Debatte um die Langlebigkeit eines Holzbodens die Unterkonstruktion nicht vergessen. Ein technisch hervorragendes Holz kann versagen, wenn sich darunter beispielsweise Staunässe bildet. Das Gemeine daran: Man sieht diese Fehler nicht am Tag der Fertigstellung einer Terrasse. Man bemerkt den Fehler erst drei, fünf oder zehn Jahre später – wenn der Schaden schon da ist.
Deshalb ist die Lebensdauer immer ein Zusammenspiel aus Holzqualität, Unterkonstruktion / Montage, Standort und Pflege.
Holz gilt grundsätzlich als sehr nachhaltiger Rohstoff, weshalb er beim Bauen je länger, je mehr eingesetzt wird. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit? Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten oder eben mehrere Perspektiven.
Ein grundlegender Vorteil von Holz ist der Umstand, dass es ein nachwachsender Rohstoff ist. Das heisst: Das Holz wird im Wald geschlagen und daraus entsteht später, beispielsweise eine Holzterrasse. Während die Holzterrasse genutzt wird, wächst das Holz im Wald wieder nach. Idealerweise ist die Nutzungsdauer der Terrasse dabei einiges länger als die Dauer, die zum Nachwachsen des Holzes benötigt wird. Ist dies der Fall, ist der Rohstoff tatsächlich über die Nutzungsdauer komplett «nachgewachsen». Die Natur hat den Rohstoff erneuert. Deshalb ist die Nutzung von Holz aus schnell nachwachsenden Bäumen i.d.R. nachhaltiger, als wenn Holz genutzt wird, welches ganz langsam gewachsen ist.

Bild: Holz ist als nachwachsender Rohstoff ein natürliches Material für den Bau einer Holzterrasse.
Ein weiteres Thema hinsichtlich Nachhaltigkeit ist die Distanz zwischen dem Wald, in dem der Baum gewachsen ist und dem späteren Einsatzort. Heimische Hölzer schneiden in dieser Hinsicht besser ab. Werden solche eingesetzt, sind nur kurze Transportwege notwendig, was den ökologischen Fussabdruck bei der Verwendung positiv beeinflusst. Dies sieht bei tropischen Hölzern oder Hölzern, die in weiter Ferne gewachsen sind, anders aus. Dieses Holz muss zuerst mit dem Schiff den weiten Weg nach Europa absolvieren.
Neben der Wachstumsgeschwindigkeit und der Örtlichkeit spielt es natürlich auch eine Rolle, wie der entsprechende Wald, von dem das Holz stammt, bewirtschaftet wird. Dafür wird Holz, welches aus verantwortungsvoller Bewirtschaftung stammt, entsprechend zertifiziert. Verbreitet ist beispielsweise das Zertifikat FSC®. Es steht für «Forest Stewardship Council®». Wer auf FSC®-zertifiziertes Holz setzt, unterstützt somit die verantwortungsvolle Bewirtschaftung von Wäldern. Wie genau die verantwortungsvolle Bewirtschaftung dann im Detail umgesetzt werden soll, darüber streiten sich insbesondere Umweltorganisationen immer wieder.
Wie bereits erwähnt, kann ein Terrassenboden aus Holz durchaus eine solide und langlebige Option sein. Trotzdem sind Eigentümer nicht davon geschützt, dass mal ein Schaden passiert. Ein Beispiel: Man lässt etwas fallen und es entsteht eine Delle. Oder beim Herumschieben eines schweren Möbelstücks entsteht ein Kratzer auf dem Terrassenboden.
Beim hölzernen Aussenboden gilt das gleiche wie beim Parkett im Innenbereich:
Ob das im Einzelfall erwünscht ist oder eben nicht, ist eine andere Frage. Während sich die einen Menschen an einem historischen, abgenutzten Parkett erfreuen, mögen es andere möglichst makellos.

Die gezeigte Holzterrasse des Hotels Astras in Vevey wird in zyklischen Abständen wieder aufgefrischt.
Gut zu wissen: Mit einem Holzboden ist beides möglich. Dieser Umstand leitet uns gleich zum nächsten Vorteil weiter.
Viele Menschen schätzen an Holz, dass es sich mit der Zeit verändert. Es vergraut, entwickelt Charakter und wirkt irgendwie noch lebendiger. Andere wünschen sich eine gleichmässige, konstante Optik. Auch hier gilt: Beides ist möglich, je nachdem welches Produkt Sie wählen.
Wir können wiederum einige Beispiele aus der Praxis nennen:

Diese Holzterrasse in Ipé ist über die Jahre allmählich grau geworden.
Wie der entsprechende Holzboden verwittert aussieht, hängt jedoch auch stark mit der Umgebung zusammen. Ist ein Teil der Terrasse überdacht, wird der Holzboden in diesem Bereich wesentlich langsamer altern. In diesem Fall entstehen auf dem Boden natürlicherweise Farbdifferenzen zwischen dem bewitterten und dem unbewitterten Teil. Werden diese als störend empfunden, lohnt es sich, die Dielen zu behandeln oder auf ein vorvergrautes Produkt zu setzen (z.B. Accoya Color Grey).
Nach diesem Artikel dürften Sie erkannt haben, dass ein Terrassen Holzboden viele Vorteile mit sich bringt. Er ist angenehm zu begehen, lebendig, warm, nachhaltig und eben doch langlebiger als viele Menschen denken. Doch diese Eigenschaften entstehen nicht automatisch. Sie entstehen erst, wenn Holzart, Planung, Unterkonstruktion sowie Montage im Einklang stehen und von Top-Qualität geprägt sind.
Genau hier liegen grosse Unterschiede zwischen einer einfachen (kostengünstigen) Lösung und einer professionellen Terrasse, die über viele Jahre Freude bereitet.
Wenn Sie sich fragen, welches Holz am besten zu Ihren Erwartungen passt oder ob Holz generell die richtige Wahl für Ihre Terrasse ist, beraten wir Sie gerne.
Unsere Erfahrung aus hunderten realisierten Projekten in der ganzen Schweiz wird Sie dabei unterstützen, Ihre Situation realistisch einzuschätzen und eine Terrasse zu realisieren, die zu Ihrem Alltag, Ihrer Nutzung und Ihrem Budget passt.
Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf und schildern Sie Ihr Vorhaben. Wir begleiten Sie mit Freude von der ersten Idee bis zur fertigen Terrasse.

Was denkst du?