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Accoya Holz Herkunft: Woher das magische Holz wirklich kommt

Accoya revolutioniert aktuell den Holzmarkt. Doch Accoya ist ein weiterverarbeitetes Holzprodukt. Da kommt rasch die Frage nach der Herkunft des Ursprung-Holzes auf. 

Wir sind dieser interessanten Frage auf die Spur gegangen und zeigen in diesem Beitrag auf, was Sie zur Accoya Holz Herkunft wissen müssen.


Was ist Accoya?

Accoya ist ein modifiziertes Holzprodukt und keine Holzart im klassischen Sinne. Der Rohstoff für die Herstellung von Accoya ist primär die Monterey Kiefer. Im Fachjargon wird auch vom lateinischen Namen Pinus Radiata gesprochen.


Woher kommt das Accoya Holz?

Die Monterey-Kiefer hat ihr natürliches Herkunfsgebiet? in einem kleinen Gebiet um Monterey und Cambria in Kalifornien. Doch die Monterey-Kiefern werden auch in anderen Gebieten angebaut - beispielsweise in Neuseeland, Chile oder Südafrika.

In diesen Gebieten wächst die Radiatakiefer aufgrund der klimatischen Verhältnisse wesentlich schneller. Dies hat zwei entscheidende Vorteile: Einerseits bindet die am schnellsten wachsende Kiefernart dadurch grosse Mengen an CO2. Andererseits steht somit genügend Holz für die Weiterverarbeitung zu Accoya bereit.

Accoya wird zu grössten Teilen aus in Neuseeland angepflanzter Monterey-Kiefern produziert. Doch die Verarbeitung von Kiefern zu Accoya passiert nicht in Neuseeland, sondern in Europa.

Hierzu muss der hölzerne Rohstoff einen weiten Transportweg absolvieren. Doch dank des effizienten Transports mittels Schiff entstehen verhältnismässig weniger Emissionen als für einen vergleichbaren Transport, der mit einem Lastwagen geleistet würden. Berücksichtigt man die extrem lange Lebensdauer von Accoya, fällt der Anteil Emissionen für diesen Transport noch tiefer aus. 


Die Produktion von Accoya

Das Holzprodukt Accoya wird wie erwähnt in Europa, genauer gesagt in den Niederlanden modifiziert. Dabei wird die Radiatakiefer acetyliert. Die dafür verantwortliche Firma heisst Accsys Technologies. Sie hat dieses Verfahren, an dem schon seit Jahrzehnten getüftelt wurde, weiterentwickelt und perfektioniert.


Das Geheimnis von Accoya

Bei der Acetylierung wird Accoya mit einer Essigsäure behandelt, welche die Eigenschaften des Kiefernholzes grundlegend verändert. Das Holzprodukt wird in der Folge nahezu unempfindlich gegenüber Wetter-Einflüssen, Schimmel, Pilzbefall und ist somit extrem haltbar. Dazu kommt, dass Accoya auch über Jahre äusserst masshaltend bleibt.

Dass Accoya heute genau in den Niederlanden hergestellt wird und dass dieses Verfahren mit Hilfe von Essigsäure funktioniert, ist kein Zufall. Doch betrachten wir die Entwicklungsschritte zur Holzmodifizierung mal im Detail.


Wie wurde Accoya entwickelt?

Die Spuren von Accoya reichen bis in die 20er-Jahre zurück. Ein niederländischer Chemiker versuchte damals, der Verrottung des Holzes durch eine chemische Behandlung entgegen zu wirken. Für diese ersten Gehversuche in Richtung Holzmodifikation wurde eine Aceton-Behandlung verwendet. Mit solchen Versuchen hatte der Tüftler jedoch vorerst kein Glück. So sollten noch mehrere Jahrzehnte verstreichen, bis diese Idee in abgeänderter Form endlich funktionierte.

In den 1960er gelang einem Forscher endlich das Kunststück der Holzmodifikation, indem er jedoch Aceton durch Essigsäure ersetzte. Marktreif war das Verfahren damit aber noch immer nicht. Erst in den 90er-Jahren wurde das Verfahren weiter verfeinert und dann kommerziell angeboten.

Durch die in Arnheim ansässige Firma Accsys Technologies wurde das Verfahren rund um die Holzmodifikation dieser Art weiter verfeinert. Die dabei entstandenen Hauptprodukte sind Accoya-Holz und Tricoya-Holzelemente, die in den letzten zehn Jahren extrem an Beliebtheit gewonnen haben.

Die Gründe für die Beliebtheit liegen auf der Hand: Accoya gehört hinsichtlich Masshaltung, Splitterfreiheit und Haltbarkeit zur Elite der Holzprodukte. Zudem ist die Nutzung der in Neuseeland angebauten Monterey-Kiefern wesentlich umweltverträglicher als die Abholzung von Tropenhölzern, die (unmodifiziert) ähnliche Eigenschaften wie Accoya aufweisen. 

Accoya Holz Herkunft

Bild: Die hervorragenden Eigenschaften von Accoya machen das Holzprodukt zum prima Ersatz für Tropenhölzer - beispielsweise als Accoya Terrasse.


Fazit: Die Herkunft von Accoya Holz ist transparent

Die Accoya Holz Herkunft ist geklärt: Der Ursprung von Accoya führt uns nach Neuseeland, wo eine besonders rasch wachsende Kiefernart als Rohstoff geschlagen wird. Dieses Holz wird auf dem Seeweg nach Europa transportiert. In den Werken von Accsys Technologies entsteht in den Niederlanden aus dem gewonnen Kiefernholz letztlich das grossartige Accoya Holzprodukt. 

Von dort findet es den Weg zurück zu den weltweiten Verabeitungsbetrieben, die daraus zum Beispiel Terrassendielen herstellen. 


Möchten Sie mehr über Accoya erfahren?

In unseren Fachartikeln finden Sie Lesenswertes über Accoya allgemein, die Vorteile und Nachteile von Accoya, aber auch Anwendungsbeispiele wie beispielsweise eine Accoya Terrasse und vieles.


Wünschen Sie eine Beratung für die Verwendung von Accoya?

Kontaktieren Sie uns, wir verwenden Accoya seit Jahren erfolgreich für unterschiedliche Zwecke - vor allem auch im Aussenbereich! Zudem sind wir stolz darauf, dass wir aufgrund der langjährigen Erfahrung mit Accoya (als Terrassendielen) seit Oktober 2021 qualifizierter Accoya Partner sind.



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Empfohlener Experte

Werner Zemp
Geschäftsführer 
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